Es ist Oktober und ich liege am Strand. Während ich gedanklich die Adventskalender fülle, graben sich meine Füße in toskanischen Sand ein. Das ist schon ein außergewöhnlicher Zustand. Langsam gewöhne ich mich an dieses „außergewöhnlich“. Im Grunde war dieser Urlaub maßgeschneidert für mich: der buchstäbliche Ausnahmezustand regierte. Kein Wecker, täglich sieben bis neun Stunden Schlaf, Wellenrauschen zum Kaffee, Meerblick als Frühstücksbeilage, Eis um 22 Uhr, wine allday. Ganz fürchterlich. Keine Termine, keine durchgetakteten Tage, kein Druck, locker aus dem Appetit heraus entscheiden, was als nächstes passiert. Zustände, wie sie nicht weiter vom Alltag entfernt sein könnten. Selbst wenn das Kind nach 21 Uhr immer noch babbelnd im Bett Purzelbäume macht, lächelt Mutti und nimmt Mini nochmal mit raus. Unter der Woche, daheim undenkbar! Ein solches Level an Gelassenheit, scheint nur im Urlaub lebensfähig zu sein. Im Alltag ist und bleibt es eine Rarität.

Italian city views

Toskanische Herbstblüte

Während mir die italienische Mittagssonne ins Gesicht brennt, halte ich auf dem Markt Ausschau nach Strickjacken. Im 900 km entfernten zu Hause macht sich der Herbst breit und ich kanns, ehrlich gesagt, kaum erwarten. Meine Urlaubsbegleiter schüttelt es bei der bloßen Vorstellung. Mit Vorfreude auf sommerliche Tage startete ich, vor zwei Wochen, diese Reise und mit hüpfendem Herzen gehts heute wieder nach Hause. Welch herrliche Bilanz.

daily food

hi paradies

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